Konzentration und Aufmerksamkeit

Trainingsprogramm Attentioner


Aufmerksamkeit gezielt fokussieren und steuern lernen für 7- bis 14-Jährige


Autoren : Claus Jacobs, Franz Petermann

 

Das vorliegende Trainingsprogramm ist darauf ausgerichtet, Kinder in ihren Aufmerksamkeitsleistungen zu fördern. Die Kinder und Jugendlichen lernen vor allem, sich auf die jeweils wichtige Information zu konzentrieren und ablenkende unwichtige Umgebungsreize zu ignorieren. Der "Attentioner" hat einen neuropsychologischen und verhaltenstherapeutischen Ansatz. Mit Hilfe von Versuch und Irrtum trainieren die Kinder die Fähigkeiten, sich besser zu konzentrieren, bei Bedarf ihre Aufmerksamkeit zu teilen und ihre Impulsivität zu kontrollieren. Die Motivation wird durch einen positiven Wettbewerb untereinander aufrechterhalten. Das Trainingsprogramm hat sich als sehr motivierend und alltagsnah erwiesen, so dass sich Transferleistungen in den schulischen und häuslichen Alltag auch sehr deutlich zeigen. Es wird zudem durch ein Elterngruppentraining ergänzt, um den Transfer der Therapieerfolge der Kinder in den Alltag zu unterstützen.

 

Zielgruppe: Das Programm kann als Gruppentraining in einer homogenen Gruppe, nicht mehr als 2 Jahre Altersunterschied, von 4-6 Kindern durchgeführt werden. Sinnvollerweise im Alter von 8-11 Jahren. 

 

Dauer: einmal wöchentlich a 80 Minuten über einen Zeitraum von 15 Wochen -

alle 2-3 Wochen ein Trainingsmodul mit den Eltern

 

Theoretische Grundannahmen: Die Kinder können in einer kleinen Gruppe, in einem geschützten Rahmen und unter professioneller Anleitung neue Lösungsstrategien oder kompensatorische Hilfestellungen erproben. 

Gefördert werden in jeder Trainingseinheit durch 3-4 unterschiedliche Spiele die Aufmerksamkeitsleistungen, die selektive Aufmerksamkeit (umgangssprachlich Konzentration), die geteilte Aufmerksamkeit (umgangssprachlich Multi Tasking) und die Impulskontrolle bzw. das Umschalten von einer Aufgabe zur nächsten, also der Flexibilität. Dies scheint den höchsten Lernerfolg mit sich zu bringen.

Es ist zu berücksichtigen, dass die Übungen in einem sinnvollen, alltagsorientierten Kontext stehen, damit sie als bedeutungsvoll für das Kind eingestuft werden. Dann ist auch eine Übertragung in den Schulalltag möglich. Durch den gelenkten Gruppenprozess lernen die Teilnehmer außerdem klare Strukturen für sich zu nutzen, sich an Regeln zu halten und neue Strategien im Umgang mit anderen zu entwickeln. Sie sollen die Möglichkeit haben, sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen, aufeinander einzugehen und gegebenfalls Freundschaften zu schließen.

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