Organisation, Planung und Motivitation

 

Trainingsprogramm Kognitioner

 

Wahrnehmen-Denken-Planen-Handeln für 8- bis 14-Jährige
 

Autor: Dr. Claus Jacobs

 

Das Trainingsprogramm ist darauf ausgerichtet, die exekutiven Funktionen (Handlungsauswahl, Handlungsplanung, Handlungsüberwachung, Problemlösefähigkeit und Impulskontrolle) bei Kindern zu fördern. Das vorliegende Trainingsprogramm hat einen neuropsychologischen Therapieansatz. Mit Hilfe von Selbstinstruktion, Fremdinstruktion, operantem Lernen und Lernen am Modell trainieren die Kinder diese Fähigkeiten. Die Motivation wird durch einen positiven Wettbewerb untereinander aufrechterhalten. 

 

Zielgruppe: Das Programm kann als Gruppentraining in einer homogenen Gruppe, nicht mehr als 2 Jahre Altersunterschied, von 4 Kindern durchgeführt werden. Sinnvollerweise im Alter von 10-14 Jahren. 

Mangelnde Handlungsorganisation: z.B. chaotischer Arbeitsplatz, bringt Tätigkeiten nicht zu Ende, kann Tätigkeiten nicht sinnvoll planen, gibt bei Schwierigkeiten schnell auf, unorganisiertes, wenig zielgerichtetes Verhalten, kann Abläufe nicht gut mit Worten erklären, Erzählungen sind wenig strukturiert, kein Multitasking möglich…

 

Voraussetzungen: Basisfähigkeiten der Aufmerksamkeit sind gegeben. 

 

Anzahl: 4 Teilnehmer  

 

Dauer: einmal wöchentlich a 80 Minuten über einen Zeitraum von 15 Wochen

 

Theoretische Grundannahmen: Die Kinder können in einer kleinen Gruppe in einem geschützten Rahmen unter professioneller Anleitung neue Lösungsstrategien oder kompensatorische Hilfestellungen erproben. 

Gefördert werden in jeder Trainingseinheit die Lernmechanismen von Handlungsprozessen. Dies scheint den höchsten Lernerfolg mit sich zu bringen. Alle Übungen beziehen sich auf die Grundlage Handlungszielformulierung, der Handlungsplanung und -ausführung und der Handlungsüberwachung. Dies berücksichtigt, dass im Cortex nur Handlungssequenzen optimal verarbeitet und gespeichert werden, die einen logischen Bezug zu einer vorherigen Handlungssequenz hatten. Die Übungen sollen in einem sinnvollen alltagsorientierten Kontext stehen, damit sie als bedeutungsvoll für das Kind eingestuft werden. Dann ist auch eine Übertragung in den Schulalltag möglich. Durch den gelenkten Gruppenprozess lernen die Teilnehmer außerdem klare Strukturen für sich zu nutzen, sich an Regeln zu halten und neue Strategien im Umgang mit anderen zu entwickeln. Sie sollen die Möglichkeit haben, sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen, aufeinander einzugehen und ggf. Freundschaften zu schließen.

Fernziele: Verbesserte und selbstständige Handlungsplanung in Alltags- und Schulsituationen

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